Blaue Stunde

Kloster Marienrode

Jeden Abend wiederholt sich die „Blaue Stunde“ und das nicht nur für Alkoholiker. Die Fotofreunde unter uns kennen den Begriff und wissen diesen Zeitraum aufgrund der besonderen Lichtverhältnisse zu schätzen. Tatsächlich findet die blaue Stunde jedoch zweimal am Tag statt und ist keine Stunde lang sondern je nach Sonnenstand ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde lang. Definiert wird diese Zeit durch den Stand der Sonne jeweils 8° bis 12° unterhalb des Horizontes. Das ändert sich täglich um ein paar Minuten und kann im Internet oder über Smartphone-Apps recherchiert werden. Das Restlicht der Sonne wird durch die Ozonschicht blau eingefärbt und wird schrittweise immer dunkler. Zusammen mit der gelb- und orangefarbenen Beleuchtung unserer Städte und Dörfer wird so einer der stärksten Farbkontraste erzeugt.

BauernhofBergmannGroß GiesenAbenddämmerung - GiesenAbenddämmerung - Giesen SiegfriedRaps und Kali

Nun zieht es viele Fotografen vor allem in die Städte, um vor allem die herrlich beleuchteten Kirchen, Brücken und Schlösser zu fotografieren. Ich schließe mich da gern mit ein. Ein Stativ ist dabei unerlässlich, Belichtungszeiten von mehreren Sekunden sind hier für optimale Ergebnisse schon von Nöten. Das kann man nicht mehr aus der Hand fotografieren.

Aber auch im Dorf findet man so einige Objekte, die zu dieser Zeit in einem ganz anderen Licht zu betrachten sind. Obwohl man täglich daran vorbei läuft oder fährt, betrachtet man so manche Kleinigkeit mit anderen Augen. Ich möchte Euch einladen, Eure nächste Umgebung einmal zu dieser Stunde zu erkunden und zu fotografieren. Taschenlampe nicht vergessen!

Blogger, Genealoge und Hobby-Fotograf

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